Arbeitsgruppe Klima & Energie – SPD Potsdam
Klima-, Energie-, Umweltpolitik und Naturschutz
Sozial. Praktisch. Vor Ort.
Die Herausforderungen des Klimawandels betreffen unsere Stadt unmittelbar: steigende Temperaturen, Energiepreise, Mobilität, Wohnen und die Frage, wie wir auch in Zukunft gut in Potsdam leben können. Wir sind die Arbeitsgruppe Klima & Energie der SPD Potsdam. Gemeinsam entwickeln wir Ideen und politische Initiativen für eine nachhaltige, soziale und wirtschaftlich starke Stadt.

Unser Ziel: Klimaschutz, der funktioniert - und den sich alle leisten können.
Aktuelle Klimanachrichten
100.000 Förderungen bewilligt
E-Mobilität wird bezahlbar

Die E-Auto-Förderung kommt an: Schon nach wenigen Monaten sind 100.000 Anträge bewilligt. Besonders Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen profitieren. So wird klimafreundliche Mobilität für mehr Menschen erreichbar – und Deutschland unabhängiger von Ölimporten.
Ein Elektroauto muss zum Alltag passen – und zum Geldbeutel. Die neue Förderung erleichtert vielen Menschen den Umstieg, für die ein E-Auto bisher finanziell außer Reichweite lag. Anfang Oktober wurde die Marke von 100.000 bewilligten Anträgen für Kauf oder Leasing erreicht. Bundesumweltminister Carsten Schneider erklärt: „Das Förderprogramm hat unsere Erwartungen weit übertroffen“.
Besonders deutlich wird der Erfolg bei der sozialen Wirkung: Rund die Hälfte der geförderten Haushalte hat ein Jahreseinkommen von höchstens 45.000 Euro, drei Viertel liegen bei höchstens 60.000 Euro. Die Unterstützung erreicht damit gerade Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. SPD-Fraktionsvize Esra Limbacher betont: „E-Autos sind längst kein Luxus für wenige mehr, sondern eine echte Alternative für Familien und Normalverdiener.“
Dabei spielt Leasing eine wichtige Rolle. Rund die Hälfte der Bewilligungen entfällt darauf, die andere Hälfte auf den Kauf. Wer den Anschaffungspreis nicht auf einmal aufbringen kann, erhält so einen weiteren Zugang zur Elektromobilität.
Die Förderung verbindet bezahlbare Mobilität mit mehr Unabhängigkeit. Hohe Spritpreise und internationale Krisen zeigen, wie stark fossile Abhängigkeiten den Alltag belasten können. „Jedes zusätzliche Elektroauto macht unser Land unabhängiger von teuren Ölimporten und internationalen Konflikten“, sagt Schneider. Für die SPD-Bundestagsfraktion ist klar: Klimafreundlicher Fortschritt muss für breite Teile der Bevölkerung bezahlbar sein. Genau dazu trägt diese Förderung bei.
Für Radverkehr Kopfsteinpflaster abschleifen

Potsdam will den Radverkehr stärken. In der Innenstadt wird dies jedoch durch schlecht befahrbares Kopfsteinpflaster erschwert. Radfahrende weichen deshalb häufig – und meist ordnungswidrig – auf Gehwege aus. Das führt zu Konflikten mit Fußgängerinnen und Fußgängern und zu zusätzlichen Gefahren durch abbiegende Fahrzeuge.
Dass es auch anders geht, zeigen Pilotprojekte in der Region. Durch das Glätten von Kopfsteinpflaster lässt sich der Fahrkomfort für Radfahrende deutlich verbessern, ohne historische Straßenbeläge durch Asphalt ersetzen und damit das Stadtbild verändern zu müssen.
Potsdam sollte diese Erfahrungen nutzen. Die Stadt sollte geeignete Straßen und Straßenabschnitte identifizieren, die Möglichkeiten einer Glättung prüfen und daraus ein schrittweises, zeitlich und finanziell unterlegtes Konzept entwickeln. Der Ansatz sollte in die mittel- und langfristige Stadtentwicklung einfließen und bereits bei der aktuellen Innenstadtplanung, insbesondere für die Dortu- und Gutenbergstraße, berücksichtigt werden.
Nutzen für die Stadtbevölkerung
Bessere und sicherere Bedingungen für den Radverkehr.
Weniger Konflikte zwischen Radfahrenden und Fußgängerinnen und Fußgängern.
Erhalt des historischen Stadtbildes.
Moderne Mobilität, ohne historische Straßenräume grundsätzlich verändern zu müssen.
Ergänzende Informationen
Die Idee greift langjährige Erfahrungen mit dem Kopfsteinpflaster in Potsdams Innenstadt auf und knüpft an erfolgreiche Pilotprojekte anderer Gemeinden an. Diese zeigen, dass sich historische Straßenbeläge durch Glättung für den Radverkehr besser nutzbar machen lassen.
https://mitgestalten.potsdam.de/de/idee-einreichen/53
https://www.eichwalde.de/faq-kopfsteinpflaster/
https://www.maz-online.de/lokales/dahme-spreewald/eichwalde/pilotprojekt-in-eichwalde-wie-abgeschliffenes-kopfsteinpflaster-den-verkehr-veraendert-7SF5ZOXS5JHJTLAAOCYHN4FCWY.html
Potsdam hat die höchsten Abwasserkosten in Deutschland
Nebenkostenvergleich vom Bund der Steuerzahler
Download: RLP_BdSt_Der_große_Wohnnebenkosten-Vergleich_2016-2026 (1)
Antrag der SPD-Stadtfraktion in der Stadtverordnetenversammlung:
Prüfauftrag zur Verbesserung des übergreifenden Hitzeschutzes in Potsdam

SPD fordert einen Hitzeschutzplan für Deutschland
Bundesumweltminister Carsten Schneider will Klimaanpassung zu einer gemeinsamen Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen machen – und damit auch eine dauerhafte Mitfinanzierung durch den Bund ermöglichen. Alle von der SPD geführten Bundesministerien fordern einen Aktionsplan.
Was konkret gefordert wird
Im Aktionsplan stecken im Wesentlichen fünf große Maßnahmenpakete:
1. Mitfinanzierung durch den Bund.
Klimaanpassung und Naturschutz sollen als neue „Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz“ im Grundgesetz verankert werden. Das ist für Schneider der zentrale Hebel: Der Bund soll dadurch rechtssicher Maßnahmen der Länder und Kommunen mitfinanzieren können – etwa gegen Hitze, Dürre, Hochwasser oder Wasserknappheit. Die SPD-Minister wollen die Änderung noch in dieser Legislaturperiode.
2. Sofortprogramm Klimaanpassung und Hitzeschutz.
Bis die Grundgesetzänderung kommt, sollen die bestehenden Bundesförderprogramme gebündelt, besser aufeinander abgestimmt, erweitert und finanziell verstärkt werden.Besonders genannt werden: Pflegeheime, Krankenhäuser, Kitas, soziale Einrichtungen. Dort soll beispielsweise baulicher Hitzeschutz finanziert werden – Beschattung, Begrünung, Kühlung usw.
3. Nationaler Hitzeaktionsplan zum Gesundheitsschutz.
Deutschland soll einen verbindlicheren nationalen Ansatz bekommen, um Menschen vor gesundheitlichen Folgen extremer Hitze zu schützen .Dazu gehört auch der Schutz von Beschäftigten. Der Staat soll Arbeitgeber stärker beraten, wie Arbeitsplätze bei extremer Hitze angepasst werden können. Bei hitzebedingten Produktionsausfällen soll grundsätzlich auch Kurzarbeitergeld möglich sein.
4. Städte und Gemeinden klimaresilient umbauen.
Hier wird es für Kommunen besonders interessant. Der Aktionsplan nennt unter anderem: Entsiegelung von Flächenmehr Stadtgrünklimaangepasste Stadtplanung. Anpassung des Bauplanungsrechtsklimaresiliente Wasser- und Abwasserinfrastrukturbesseren Hochwasserschutz. Es geht also durchaus um den Umbau des öffentlichen Raums – weniger Beton und Asphalt, mehr Grün und Wasser.
5. Geld aus dem Infrastruktur-Sondervermögen nutzen.
Interessant finde ich diesen Punkt besonders: Die SPD-Minister wollen ermöglichen, dass Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz auch für Maßnahmen zur Klimaanpassung eingesetzt werden können – etwa für größere bauliche Veränderungen an öffentlichen Gebäuden
Gute Nachrichten: Die SPD Potsdam unterstützt die Erhaltung des Sacrower Sees und des Schiffgrabens

Der Sacrower See und der Schiffgraben gehören zu den schönsten Naturgebieten Potsdams. Doch längere Trockenperioden und sinkende Wasserstände setzen den Gewässern immer stärker zu. Gleichzeitig ist der Schiffgraben, der den Sacrower See mit der Havel verbindet, stark verschlammt und das alte Staubauwerk funktioniert nur noch eingeschränkt.
Die AGr Klima & Energie freut sich deshalb, dass die Stadtverordnetenversammlung mit großer Mehrheit beschlossen hat, ein gemeinsames Projekt von Stadtverwaltung, Umweltverbänden und Fachbehörden zu unterstützen. Ziel ist es, den Schiffgraben zu sanieren und den Sacrower See langfristig zu schützen.
Geplant sind unter anderem die Entschlammung des Schiffgrabens, die Erneuerung des Staubauwerks, die Wiederherstellung eines naturnahen Gewässerverlaufs sowie bessere Möglichkeiten, den Wasserstand des Sees zu regulieren. Gleichzeitig sollen die Lebensbedingungen für Fischotter, Biber und viele weitere Tierarten verbessert werden.
Ein besonderer Dank gilt unserem Parteimitglied Prof. Manfred Stock vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Er hat sich in der Arbeitsgruppe und gemeinsam mit der Bürgerinitiative über viele Jahre mit großem Engagement für den Schutz des Sacrower Sees und des Schiffgrabens eingesetzt und das Vorhaben maßgeblich mit vorangebracht.
Die Maßnahmen helfen nicht nur der Natur. Sie tragen dazu bei, mehr Wasser in der Landschaft zu halten, den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken und unsere Gewässer dauerhaft zu sichern. Finanziert werden sollen sie möglichst mit Fördermitteln von Bund und Land, sodass der städtische Haushalt nicht zusätzlich belastet wird.
Gesunde Gewässer bedeuten Lebensqualität. Sie schützen unser Trinkwasser, erhalten wertvolle Erholungsräume und machen Potsdam widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels. Deshalb unterstützt die SPD Potsdam die geplanten Maßnahmen ausdrücklich und setzt damit einen Beschluss des Unterbezirksparteitags um.
SPD-Bundestagsfraktion bekennt sich zu mehr Klima-, Energie- und Umweltschutz:
Wirtschaftliche Abhängigkeiten reduzieren, Klimaanpassung vorantreiben
download: Beschluss der SPD Bundestagsfraktion
Präsidium der SPD bekennt sich zu mehr Klima-, Energie- und Umweltschutz:
Klimaanpassung und Naturschutz gemeinsam, dauerhaft und sozial
gerecht finanzieren
download: Beschluss des SPD – Präsidiums
Mitdenken. Mitreden. Mitmachen.
Klimapolitik lebt vom Austausch. Wir freuen uns über alle, die Ideen einbringen, Fragen stellen oder konkret mitarbeiten möchten. Ob Parteimitglied oder einfach interessiert: Sie sind willkommen!
Sie möchten mit uns ins Gespräch kommen oder bei einem Treffen dabei sein? Schreiben Sie gerne eine Mail an: spd-ub.potsdam@spd.de oder kommen Sie zu unseren Monatstreffen gerne vorbei.
Die Arbeitsgruppe trifft sich jeden dritten Dienstag im Monat von 18 bis 20 Uhr im Regine-Hildebrandt-Haus, Alleestr. 9, 14469 Potsdam.
Die nächsten Termine sind:
Dienstag, 20. Oktober, Vortrag zum Zustand der Potsdamer Gewässer und zum Grundwasser, Achim Haid-Loh, Bürgerinitiative „Schützt Potsdam“
Dienstag 17. November, Vortrag der Netzgesellschaft (NGP) zum Thema Ladeinfrastruktur und Ausbau des Potsdamer Stromnetzes